Von Autoreifen unterscheiden sich Motorradreifen in erster Linie dadurch,
dass Vorder- und Hinterreifen sehr unterschiedlich sind. Das Vorderrad überträgt
in erster Linie Lenk- und Bremskräfte, das Hinterrad vor allem die Vortriebskraft.
Wichtig zu wissen ist, dass die gewählte Kombination von Vorder- und Hinterreifen
im Fahrzeugschein aufgeführt sein muss. Bei einigen Motorradmodellen sind
sogar Hersteller und Modellbezeichnung der Reifen im Fahrzeugschein festgehalten.
Es ist allerdings möglich, sich vom Tüv von dieser Bindung befreien zu lassen,
bzw. mit einer Freigabebescheinigung eines Reifenherstellers für den jeweiligen
Motorradtyp die Reifenauswahl zu erweitern.
Da an Zweiradreifen ganz unterschiedliche Anforderungen gestellt werden
– vom City-Roller bis zum Hochgeschwindigkeitsmotorrad, ist die Bandbreite
der Bauarten viel größer und werden Geschwindigkeitsindizes von B (50 km/h)
bis Z (größer als 240 km/h) bzw. W (270 km/h) angeboten. Zur korrekten Kennzeichnung
auf der Reifenflanke gehört auch ein Tragfähigkeitsindex, der angibt, wie
hoch das zulässige Gesamtgewicht des Zweirads inklusive Passagiere sein
darf.
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