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Winterreifen im Sommer: Kein Problem oder grob fahrlässig?

Für viele Autofahrer ist der Reifenwechsel im Frühjahr und im Herbst ein lästiger Termin. Entweder muss die Montage und Einlagerung der Reifen bezahlt werden oder der Fahrer muss selbst zu Wagenheber und Radkreuz greifen. Dann will aber auch noch ein Platz für die nicht benutzten Reifen gefunden werden.

Dass Sommerreifen bei Schnee und Glätte nicht zugelassen sind, wissen die meisten Autobesitzer. Doch wie sieht es umgekehrt aus? Darf ich mit meinen Winterreifen im Sommer einfach weiter fahren? Kann ich eventuell sogar leicht abgefahrene und damit nicht mehr wintertaugliche Winterreifen im Sommer "aufbrauchen"? Und ist das eine gute Idee? Wir klären Sie auf.

Ist das Fahren mit Winterreifen im Sommer erlaubt?

Im Winter regelt die "situative Winterreifenpflicht", welche Reifen zu verwenden sind. Sie besagt, dass Autofahrer bei winterlichen Straßenbedingungen Reifen auf ihrem Wagen montiert haben müssen, die mit einem M&S-Symbol oder dem Alpine-Kennzeichen als spezielle Winterreifen gekennzeichnet sind.


Der genaue Wortlaut in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) dazu ist der folgende:


“(3a) Der Führer eines Kraftfahrzeuges darf dies bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte nur fahren, wenn alle Räder mit Reifen ausgerüstet sind, die unbeschadet der allgemeinen Anforderungen an die Bereifung den Anforderungen des § 36 Absatz 4 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung genügen.” (vgl. § 2 Absatz 3a StVO, Stand: Mai 2020)

Anders sieht die Rechtslage im Sommer aus. In der warmen Jahreszeit gibt es keine gesetzliche Verpflichtung, einen bestimmten Reifentyp zu nutzen. Rein rechtlich gesehen ist es also nicht verboten, Winterreifen im Sommer einfach weiter zu fahren.

Dafür müssen die Winterreifen allerdings trotzdem das M&S-Kennzeichen – seit 2018 nicht mehr hergestellt aber noch gültig bis 2024 – oder das Alpine-Symbol bei aktuellen Reifen tragen.

Wodurch unterscheiden sich Winter- und Sommerreifen?

Um zu verstehen, ob Winterreifen im Sommer sinnvoll sind oder nicht, sollte man sich klar machen, worin der Unterschied zwischen den beiden Reifentypen liegt.

Der Hauptunterschied liegt in der Art des verarbeiteten Gummis. Bei Winterreifen wird eine deutlich weichere Gummimischung verwendet. Bei Schnee und Glätte hat das große Vorteile: Sie passen sich besser an den Untergrund an, können sich mit ihm verzahnen und sorgen so für mehr Grip auf der Straße.

Warum sind Winterreifen im Sommer nicht empfehlenswert?

Obwohl der Gesetzgeber aktuell kein Verbot für Winterreifen in den Sommermonaten vorsieht, gibt es einige wichtige Gründe, warum Sie Ihr Auto im Frühjahr auf Sommerreifen umrüsten sollten. Denn Winterreifen haben bei warmen Bedingungen eindeutige Nachteile.

Einige Vergleichstests mit Winter- und Sommerreifen (unter anderem vom ADAC) haben gezeigt, dass Winterreifen bei warmen Temperaturen einen deutlich längeren Bremsweg haben. Dies zeigt sich bei nassen Straßen noch nicht ganz so gravierend. Aber bei trockenem Asphalt haben Winterreifen bei 100 km/h einen bis zu 16 Meter längeren Bremsweg.

Auch die Fahrstabililtät ist mit Winterreifen im Sommer eingeschränkt. Hier wird die weichere Gummimischung einmal mehr zu Nachteil. Mit zunehmender Außentemperatur zeigen Winterreifen bei Kurventests eine schlechtere Haftung auf der Straße, weil sie durch die Wärme noch weicher werden. Dieser Effekt verstärkt sich zusätzlich, wenn das Fahrzeug voll beladen ist, wie zum Beispiel bei einer Fahrt in den Urlaub.

Neben diesen negativen Auswirkungen auf die Fahreigenschaften kommt hinzu, dass ein Winterreifen mit weicherer Gummierung bei trockener und warmer Witterung schneller abnutzt als ein Sommerreifen. Auch der Verbrauch des Fahrzeuges erhöht sich.

Dieses Wissen nutzt übrigens auch Führerscheinanwärtern in der theoretischen Fahrprüfung. Auch dort taucht die Frage auf, was das Fahren mit Winterreifen im Sommer zur Folge hat. Die richtige Antwort: Es erhöhen sich der Kraftstoffverbrauch und der Reifenverschleiß.


Winterreifen im Sommer fahren und die Folgen

Kleine Auffrischung: Frage in der Theorieprüfung mit den richtigen Antworten zum Fahren von Winterreifen im Sommer.

Zahlt die Versicherung bei einem Unfall mit Winterreifen im Sommer?

Wenn Sie mit Winterreifen im Sommer einen Unfall bauen, könnten Sie Probleme mit der Versicherung bekommen.

Ihre KFZ-Haftpflichtversicherung zahlt in der Regel trotz der falschen Bereifung. Anders sieht es aber mit der Kaskoversicherung aus. Hier könnten Ihnen Leistungen gekürzt werden, wenn die Versicherung nachweist, dass Sie grob fahrlässig gehandelt haben.

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie den längeren Bremsweg der Winterreifen nicht einkalkuliert haben.

Am besten klären Sie diese Frage mit Ihrer Versicherung bereits im Vorfeld. Denn es gibt auch Sonderfälle wie bei einer mehrmonatigen Reise im Spätsommer oder Herbst nach z.B. Norwegen, wo Sie schlecht sowohl Sommer- als auch Winterreifen mitnehmen können.

Tipp: Mit Ganzjahresbereifung können Sie das ganze Jahr fahren. Bei uns im Shop finden Sie neben der reinen Bereifung ohne Felgen auch günstige Ganzjahreskompletträder (Felgen + Reifen).

Darf ich in anderen EU-Ländern mit Winterreifen im Sommer fahren?

Gerade wenn es auf den Sommerurlaub zugeht, fragen Sie sich vielleicht, ob in Ihrem Urlaubsland eine Sommerreifenpflicht besteht.

In den meisten europäischen Ländern ist die Gesetzeslage ähnlich wie in Deutschland. Es gibt eine Winterreifenpflicht bei entsprechender Witterung, das Fahren mit Winterreifen im Sommer ist aber nicht verboten.

Kleiner Sonderfall Italien

Vor einiger Zeit war Italien immer wieder wegen eines angeblichen Winterreifenverbotes im Sommer in der Presse. Dies ist aber laut ADAC so nicht korrekt. Denn in Italien dürfen in den Wintermonaten auch Winterreifen gefahren werden, deren Geschwindigkeitsindex niedriger ist als der, der im Fahrzeugschein angegeben ist. Im Sommer gilt diese Ausnahme nicht, wodurch es theoretisch zu Bußgeldern kommen könnte.

Da aber in Deutschland der Geschwindigkeitsindex des Reifens in der Regel sowieso mindestens so groß ist, wie der im Fahrzeugschein, sollte Sie diese spezielle Regelung eher weniger betreffen.

Zwar darf in Deutschland bei Winter- und Ganzjahresreifen mit Alpine-Symbol oder M+S-Symbol der Speed-Index unter der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit ihres Autos liegen (Angabe im Fahrzeugschein). Sollte das aber bei Ihnen der Fall sein, dann müssen Sie einen Aufkleber im Sichtfeld der Fahrerseite anbringen, der Sie oder einen anderen Fahrer über die reduzierte Höchstgeschwindigkeit der Reifen informiert. Und diese abweichende Maximalgeschwindigkeit muss dann natürlich auch eingehalten werden.

In Italien ist das Fahren solcher Reifen mit niedrigeren Speed-Index als im Fahrzeugschein angegeben aktuell zwischen dem 16. Mai und dem 14. Oktober nicht erlaubt.

Tipp aktueller Stand:

Da sich die Regelungen immer wieder einmal in einigen Ländern ändern, können Sie die aktuelle Lage in den Urlaubsländern am besten vor Ihrer Reise z.B. beim ADAC erfragen. So sind Sie auf der sicheren Seite.

Geschwindigkeitsindex am Reifen finden

Den Geschwindigkeitsindex oder Speed-Index können Sie an der Seite Ihrer montierten Reifen ablesen. Dabei ist der letzte Buchstabe für den Geschwindigkeitsindex entscheidend.

Haben Sie Reifen mit dem Aufdruck 185/65R15 88T dann wäre das in diesem Fall das “T”, was für eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 190 km/h steht. Siehe dazu das folgende Beispielfoto:


Geschwindigkeitsindex am Reifen

Geschwindigkeitsindex am Reifen (T → bis 190 km/h)


In der folgenden Auflistung können Sie die Höchstgeschwindigkeit für Ihren Reifen ablesen:

A1 = bis 5 km/h

A2 = bis 10 km/h

A3 0 bis 15 km/h

A4 = bis 20 km/h

A5 = bis 25 km/h

A6 = bis 30 km/h

A7 = bis 35 km/h

A8 = bis 40 km/h

B = bis 50 km/h

C = bis 60 km/h

D = bis 65 km/h

E = bis 70 km/h

F = bis 80 km/h

G = bis 90 km/h

J = bis 100 km/h

K = bis 110 km/h

L = bis 120 km/h

M = bis 130 km/h

N = bis 140 km/h

P = bis 150 km/h

Q = bis 160 km/h

R = bis 170 km/h

S = bis 180 km/h

T = bis 190 km/h

U = bis 200 km/h

H = bis 210 km/h

VR = über 210 km/h

V = bis 240 km/h

ZR = über 240 km/h

W = bis 270 km/h

Y = bis 300 km/h

(Y) = über 300 km/h

Stand der Daten: Mai 2020

Fazit Winterreifen im Sommer

Alles in allem ist es nicht empfehlenswert, Winterreifen in der warmen Jahreszeit zu nutzen. Winterreifen haben schlechtere Fahreigenschaften und einen längeren Bremsweg. Weil sie im Sommer schneller abnutzen und zu einem höheren Spritverbrauch führen, sparen Sie außerdem kaum Geld durch den ausgelassenen Reifenwechsel.

Verboten sind Winterreifen im Sommer aber nicht. Ein Bußgeld brauchen Sie also nicht zu fürchten. Bei einem Unfall könnte es allerdings zu Problemen mit Ihrer Kaskoversicherung kommen.

Solange der Geschwindigkeitsindex Ihrer Reifen mindestens bzw. genau so hoch ist, wie in der Zulassungsbescheinigung angegeben, dürfen Sie aktuell nach unserem Kenntnisstand in allen europäischen Ländern mit Winterreifen auch im Sommer fahren. Allerdings ist das aus oben genannten Gründen nicht empfehlenswert.

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